====== Snippets: Shell ====== [[:snippets:start|← Zurück zu :snippets:start]] ==== Kompatibilität ==== Sofern nicht anders gekennzeichnet: ^ Betriebssystem ^ Shell ^ | macOS & GNU/Linux | ''bash'' & ''zsh'' | ===== tmux: Shell-Sitzungen im Hintergrund ===== Um eine Shell-Sitzung zu trennen und im Hintergrund weiter laufen zu lassen kann der Terminal-Multiplexer [[https://github.com/tmux/tmux/wiki|tmux]] verwendet werden. Im Gegensatz zu ''disown'' kann man sich später wieder mit der Sitzung verbinden und dort weiter arbeiten wo man aufgehört hat — egal ob am prompt oder in einer Anwendung. ==== Sitzung starten ==== # Eine neue tmux-Session starten tmux # Eine neue Sitzung mit vorgegebenem Namen starten tmux new -s my_session ==== Sitzung trennen/tmux Steuerung ==== # Von der aktuellen Sitzung trennen tmux detach Tastenkombinationen für //tmux// sind zweiteilig; nach dem drücken von ''+'' folgt der eigentliche Befehl: # Von der aktuellen Sitzung trennen +, # Alle Tastenkombinationen anzeigen +, ==== Laufende Sitzungen anzeigen ==== tmux list-session tmux ls 0: 1 windows (created Mon Jan 19 18:57:53 2026) yt-dlp: 1 windows (created Mon Jan 19 18:24:51 2026) ==== Mit Sitzung verbinden ==== Mit zuletzt aktiver Sitzung verbinden: tmux attach Mit einer bestimmten Sitzung verbinden: tmux attach -t yt-dlp ===== OpenSSH ===== * Neue Private-Keys als Typ ''ed25519'' generieren (Elliptic-Curve-Algorithmus, deshalb trotz kurzer Keys sicherer als ''rsa'' mit maximaler Länge) * Als Kommentar idealerweise ''user@hostname'' setzen, da dieser an den Public-Key angehängt wird und so ein Key auf einem Remote-System einfach einem Client zugeordnet werden kann. * [[https://man.archlinux.org/man/ssh-keygen.1|ssh-keygen(1) — ArchLinux manual page]] Für moderne Systeme mit OpenSSH kann mit folgendem Befehl ein sicherer Key erzeugt werden. Außer bei Embedded-Distributionen (OpenWRT verwendet z.B. einen minimalen SSH-Server mit weniger Features) hatte ich bisher keine Probleme mit dem folgenden Befehl: # ed25519-Key mit 100 statt 16 KDF-Runden (deutlich sicherer); Kommentar mit Brnutzer- und Hostname; leerem Passwort und ohne Nachfrage nach einem Dateinamen ssh-keygen \ -t ed25519 \ -a 100 \ -C "$USER@$(hostname -f)" \ -N "" \ -f ~/.ssh/id_ed25519 ===== journald/journalctl ===== * System-Log unter systemd-basierten GNU/Linux-Distributionen wie z.B. Debian oder ArchLinux * [[https://wiki.archlinux.org/title/Systemd/Journal|systemd/Journal - ArchWiki]] * [[https://man.archlinux.org/man/journalctl.1|journalctl(1) — ArchLinux manual page]] > Hinweis: Das systemweite Journal kann nur von ''root'' und Mitgliedern der Gruppe ''systemd-journal'' angezeigt werden. ==== Systemlog seit Mitternacht ==== Folgt dem Journal und zeigt neue Meldungen umgehend an. Es wird nicht automatisch ein Pager (z.B. ''less'') gestartet, stattdessen wird über den Puffer des Terminal-Emulators zurück gescrollt. journalctl \ --output=short-iso \ --no-hostname \ --since="$(date +%Y-%m-%d) 00:00:00" \ --no-pager \ --follow ==== Log seit Mitternacht für eine einzelne Unit ==== Wie das vorherige Beispiel, aber auf eine einzelne systemd-Unit beschränken, statt das gesamte System-Log anzuzeigen. * Die dazu gekommene Option ''--service='' akzeptiert jegliche Unit-Typen * Das Standard-Suffix ''.service'' muss dabei zwar nicht explizit genannt werden, ich persönlich bevorzuge aber den ganzen Unit-Namen, deshalb wird es hier genannt. journalctl \ --output=short-iso \ --no-hostname \ --since="$(date +%Y-%m-%d) 00:00:00" \ --no-pager \ --follow \ --unit=apache2.service ==== Unit-Log der aktuellen Stunde ==== Zeigt das Log einer Unit seit dem Beginn der aktuellen Stunde an. Gegenüber dem vorherigen Beispiel wurde nur die Option ''--since'' abgeändert, sodass die Stunde von ''date'' gesetzt wird, statt ''00''. * In der Praxis ist oft nicht mehr als die letzten 20-30 Minuten von Relevanz * Durch Weglassen der Option ''--unit'' kann stattdessen das gesamte System-Log angezeigt werden. journalctl \ --output=short-iso \ --no-hostname \ --since="$(date +%Y-%m-%d\ %H):00:00" \ --no-pager \ --follow \ --unit=NetworkManager.service ===== Textverarbeitung ===== **TODO: Einführungstext** ==== Einrückung ab der zweiten Zeile ==== Mit dem folgenden ''sed''-Befehl lässt sich jede Zeile eines Textes leicht einrücken: sed "s/^/ /" input.txt Aber was ist, wenn die Einrückung erst ab der zweiten Zeile erscheinen soll? Im folgenden Beispiel soll eine mehrzeilige Meldung in eine Logdatei geschrieben werden: Vor der ersten Zeile soll der Zeitstempel stehen, jede weitere Zeile soll mit Leerzeichen um die Länge des Zeitstempel-Prefix eingerückt werden. Dafür wird der Text von einem kleinen ''awk''-Skript verarbeitet, das abhängig von der Zeilennummer (in der Variable ''NR'' gespeichert) entweder die Original-Zeilr wieder ausgibt, oder eben mit einem Prefix. # Die zu loggende Nachricht msg="This is a message with multiple lines." # Zeitstempel und dessen Länge timestamp=$(date --iso-8601=seconds) timestamp_length=$(echo -n "$timestamp" | wc -c) # Der Prefix für alle Zeilen außer der ersten. # Enthält $timestamp_length mal ein Leerzeichen, plus vier weitere für die Klammern und Leerzeichen vor und nach dem Zeitstempel line_prefix=$(yes " " | head -$((timestamp_length + 4)) | tr -d "\n") # Der Zeitstempel ohne abschließenden Zeilenumbruch printf "[${timestamp}] " # Ausgabe der Nachricht $msg inklusive Prefix # Das awk-Skript prüft eine if-Klausel ob die Zeilennummer NR mindestens 2 ist, und gibt dann die ursprüngliche Zeile $0 mit einem Prefix aus, und falls nicht ohne den Prefix. # Lesbare Variante mit Zeilenumbrüchen und Einrückungen: echo "${msg}" | awk "{ if (NR >= 2) { print \"${line_prefix}\"$0; } else { print $0; } }" # Kompakte Variante in einer einzelnen Zeile: echo "${msg}" | awk "{ if (NR >= 2) { print \"${line_prefix}\"$0; } else { print $0;} }" ===== Just for fun: Ein cowsay-Dalek für fortune-Cookies ===== > Hier sollte irgendwann eine kurze Einführung stehen … {{ :snippets:fortune_cowsay_dalek.png?350|}} Installation unter macOS: # macOS/Homebrew: fortune, cowsay und zusätzliche "Kühe" installieren brew install fortune cowsay cowsay-org/cowsay/cowsay-files # Suchpfad für cowsay-Kühe export COWPATH="/opt/homebrew/share/cowsay/cows:/opt/homebrew/share/cowsay-files/cows" Installation unter Fedora (cowsay-files muss hier von Hand installiert werden): # Fedora: fortune und cowsay via Paketverwaltung installieren sudo dnf install fortune-mod cowsay # cowsay-files aus dem Git-Repository von Hand in # ~/.local installieren git clone https://github.com/paulkaefer/cowsay-files cd cowsay-files make prefix=$HOME/.local install Natürlich sollte ''$COWPATH'' in der Shell-Konfiguration hinterlegt werden (speichert den aktuell gesetzten Wert der Vatiable dauerhaft): # $COWPATH in .zshenv echo -e "\n\n# \$COWPATH - Search path for cowsay(1)\nexport COWPATH=\"${COWPATH}\"\n" >> ~/.zshenv # $COWPATH in .bashrc speichern echo -e "\n\n# \$COWPATH - Search path for cowsay(1)\nexport COWPATH=\"${COWPATH}\"\n" >> ~/.bashrc Nachdem alles eingerichtet ist kann es losgehen. Im folgenden Beispiel wird ein kurzer (''-s'') ''fortune(6)''-Glückskeks aus der Datenbank //literature// an ''cowsay(1)'' weiter gereicht und mit einer der zusätzlichen Kühe angezeigt (wobei der Text in der Sprechblase maximal 42 Zeichen breit sein darf): fortune -s literature \ | cowsay -f dalek -W 42 ==== bash: Zitat von einem QOTD-Server ==== Statt eines ''fortune(6)''-Cookies kann zumindest in der Bash auch mein //Qoute of the day//-Server abgefragt werden. Wobei dieser genau genommen auf (größtenteils deutschsprachige) fortune-Datenbanken zurück greift. Oder du führst das [[https://hub.docker.com/r/malte70/bbs.qotd|Docker-Image (malte70/bbs.qotd)]] selbst aus. **Kleine Warnung**: Das ist mein erstes selbst gebautes Image überhaupt; es erlaubt bisher kaum Anpassungen wie sonst üblich über Umgebungsvariablen. cowsay -f dalek -W 42 > //Info-Box// > > Die Bash erlaubt eine Eingabe-/Ausgabeumleitung von bzw. zu einem Netzwerkdienst. Dabei wird auf eine nicht wirklich existierende Datei nach dem Muster ''/dev/tcp//'' zugegriffen.